Come in - fair out

Chancen, Trends, Aktionen im Fairen Handel

meine Landwirtschaft
 
oekoportal
 
junge ez

Vier Wochen in die Weltladenarbeit reinschnuppern

Im Rahmen meines Studiums an der Universität zu Kiel absolvierte ich ein vierwöchiges Praktikum im Weltladen TOP 21 in Elmshorn, welches vom 31.8.09 bis 28.9.09 dauerte. Der Weltladen TOP 21 ist ein gemeinnütziger Verein, der fair gehandelte Produkte anbietet sowie entwicklungspolitische Bildungsarbeit leistet. Während des Praktikums schnupperte ich in zahlreiche Arbeitsbereiche der Weltladenarbeit hinein und lernte unterschiedlichste Aspekte des Fairen Handels kennen.

Neben den alltäglichen Aufgaben in einem Weltladen, wie etwa Einkauf und Verkauf oder Kundenkontakt, befasste ich mich mit der Infothek im Laden, der Erstellung von Plakaten und vielen anderen Aufgaben. Neben der Herkunft der fair gehandelten Produkte lernte ich die Hintergründe des Fairen Handels genauer kennen . Die Atmosphäre im Weltladen war offen und angenehm. Der Spaß an der Arbeit kam nicht zu kurz. Es wurde viel gelacht und es gab immer etwas zu tun. Allerdings waren auch Überstunden an der Tagesordnung. Die Zusammenarbeit im Team, insbesondere mit den zwei FÖJlerinnen Nora Dömer und Marina Khitynova, verlief vorwiegend gut. Hinzu kam, dass meine zwei Chefs immer ein offenes Ohr für mich hatten und ich von Ihnen gut betreut wurde.

Mein Arbeitsalltag und meine Aufgaben waren vielseitig, ansprechend und abwechslungsreich. Ich hatte die Möglichkeit Eigenverantwortung zu übernehmen und ein eigenes, kleines Projekt zu konzipieren sowie es durchzuführen. Dabei ging es um die Entwicklung eines Fragenkatalogs im Zuge der aktuellen Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Meine Absicht war es, die Meinungen und Einstellungen der entwicklungspolitischen SprecherInnen der Fraktionen und der Direktkandidaten des Wahlkreises Elmshorn zu den Themen „Fairer Handel und Entwicklungspolitik“ herauszufinden. Des Weiteren habe ich zusammen mit meiner FÖJ-Kollegin Nora eine Unterrichtsstunde zum Thema „Kakao und Fairer Handel“ mitgestaltet und in einer 7. Klasse eines Gymnasiums durchgeführt. Die Themen, mit denen ich mich während der vier Wochen beschäftigt habe, waren spannend und lehrreich. Ich habe viel über entwicklungspolitisch relevante Themen und auch über einzelne Entwicklungsländer erfahren.

Abschließend kann ich nur sagen, dass dieses Praktikum eine große Bereicherung für mich war und mein Interesse für den Fairen Handel und die Entwicklungspoltik geweckt wurden. Besonders gut hat mir die Teilnahme an einem Wochenendseminar, organisiert vom Weltladen Dachverband, zum Thema „Aktiv für globale Gerechtigkeit“ gefallen, das in Barnstorf (Niedersachsen) stattgefunden hat. Interessant und erlebnisreich war auch die „Bananentour“, die quer durch Hamburg und Schleswig-Holstein führte. Bei dieser Tour werden verschiedene Weltläden vom Weltladen TOP 21 mit Bananen von „BanaFair“ beliefert, ein Fairhandels-Importeur, der auf Bio-Bananen spezialisiert ist. Auf dieser Tour bekam ich einen Eindruck davon, wie andere Weltläden aufgebaut sind und arbeiten.

Das Praktikum vermittelte mir sowohl einen umfassenden Überblick in die alltäglichen Aufgaben, als auch in die entwicklungspolitische Arbeit eines Weltladens. Im Nachhinein denke ich, sind vier Wochen zu kurz, um die gesamte Weltladenarbeit und das Konzept, welches dahinter steckt, tiefgründig kennenzulernen. Deshalb spiele ich mit dem Gedanken, mich im Weltladen in Kiel ehrenamtlich zu engagieren.

Fazit: Ich kann jedem, der sich für Entwicklungspolitik und insbesondere den Fairen Handel interessiert, ein Praktikum in einem Weltladen empfehlen. Es lohnt sich!

Laura Ziesenitz, 23

 
Praktikum im Weltladen TOP 21

Laura (rechts) beim Seminar "Aktiv für globale Gerechtigkeit" in Barnstorf.

 

Laura mit der FÖJlerin Nora Dömer bei einer Kakao-Unterrichtseinheit am Gymnasium Bismarckschule in Elmshorn.

 

Laura (dritte von rechts) mit dem Weltladen-Team.

 
 
 
 

FAIRJobbing.net ist die Website der gemeinsamen Jugendprojekte der Weltladen Dachverbände in Deutschland und Österreich