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Faire Produkte und faire Kollegen!     
Ein FÖJ im FAIR Handelshaus Bayern eG

 
 

Ich heiße Anne Pawolski und mache mein FÖJ seit dem 1. September 2005 im FAIR Handelshaus in Amperpettenbach.  

Am Anfang wusste ich nicht so richtig was auf mich zu kommen wird. Zu Beginn der Bewerbung beim BDKJ hatte ich mich für eine andere Einsatzstelle beworben. Doch diese war dann wohl zum Glück für mich schon vergeben. So hat Sabine Metter (FÖJ Referentin beim BDKJ) mir das FAIR Handelshaus in Amperpettenbach nähe Haimhausen vorgeschlagen. Ich bin dann noch am selben Tag hingefahren und habe mich mit Karin Dressel, meiner späteren Anleiterin, unterhalten über meine und ihre Erwartungen vom FÖJ hier. Wir waren uns auch gleich einig und so kamen später nur noch die Formalitäten wie Vertrag unterschreiben. Als ich dann anfing war’s erstmal ganz schön schwierig. Zum einen die vielen neuen Kollegen, die aber alle super nett und lustig sind und zum anderen natürlich der 7,7 h Tagen mit zum Teil körperlich anstrengenden Arbeit. Aber ich habe mich sehr schnell eingewöhnt. Ich habe Aufgaben die ich selbständig zu erfüllen habe und dann eben Sachen die so anfallen. Selbständig darf ich mich zum Beispiel um das Umweltschutzpapier kümmern, dazu gehören Bestellungen, Lieferungen kontrollieren und die Ware auszeichnen. Weiterhin bin ich dafür zuständig, dass die Infofächer unserer Weltläden mit Informationen über Neuheiten und Workshops rechtzeitig eingetütet und abgeschickt werden. Jeden Montag wenn der Laden geschlossen ist muss ich Lebensmittelbereich die Endverbraucher­regale auffüllen und nach MHD`s kontrollieren. Sachen die so anfallen sind zum Beispiel Preisschilder am PC schreiben, Handwerkslieferungen kontrollieren und abpacken oder Workshops und Feste vorbereiten. Es wird also nie langweilig.  

Da wir uns auch um die Weltläden in Bayern kümmern fahre ich auch ab und zu mit zum Außendienst. So lerne ich die Menschen kennen die in den Weltläden stehen und somit natürlich auch hinter dem Fairen Handel. Da bekomme ich ein Bild davon wie unsere Waren im Weltladen angeboten und präsentiert werden. Gelegenheiten um im Außendienst mit dabei zu sein sind meist Veranstaltungen der Weltläden, wie kleine Feste oder sogar Jubiläen. Es geht aber manchmal auch um ernstere Dinge, wie Ladenneugründung oder Ladenneugestaltung. Auch bei Workshops die bei uns im Haus stattfinden darf ich teilnehmen. Das waren zum Beispiel ein Dekorationsworkshop,  ein Workshop über effektive Werbung im fairen Handel und eine Informationsveranstaltung zu unseren fairen Bällen mit Näherinnen aus Pakistan.
Ich habe das gute Gefühl hier gebraucht zu werden und kann mir nicht vorstellen wie die Kollegen das ohne FÖJler gemacht haben.  

Von meinem Träger aus, dem BDKJ, finden alle 3 Monate Seminare statt wo sich alle FÖJler einer Gruppe in wechselnden Einrichtungen treffen und ihre Erfahrungen austauschen, wobei es jedoch immer ein Rahmenprogramm mit einen bestimmten Thema gibt, das die FÖJler selbst wählen und gestalten können. Die Seminare sind insofern toll, als man mit vielen gleichgesinnten jungen Leuten zusammen ist, viel Spaß hat und mal eine Woche Pause von der doch so anstrengenden Arbeit hat. Wenn ich dann nach so einer Woche wieder in meine Einsatzstelle komme bin ich schon sehr stolz, wenn meine Kollegen mir sagen, dass ich ihnen als Unterstützung und auch als Teammitglied sehr gefehlt habe.  

Ich würde nicht unbedingt sagen, dass meine Einsatzstelle auf den ersten Blick ökologisch ist, obwohl sie mitten auf dem Land liegt. Sie ist aber in dem Sinne ökologisch indem was der faire Handel in den Entwicklungsländern bewirkt. Er hat auch viel mit Umweltschutz, Ressourcenschonung und Menschenrechten auf den zweiten Blick zu tun. Allerdings auf der anderen Seite des Äquators und in tieferem Sinne.

 
 

FAIRJobbing.net ist die Website der gemeinsamen Jugendprojekte der Weltladen Dachverbände in Deutschland und Österreich