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Chancen, Trends, Aktionen im Fairen Handel

Fair Choc - Die faire Schülerfirma

Interview mit den Mitarbeitern der Schülerfirma „Fair Choc“



„Fair Choc“ ist eine Schülerfirma, die vor zwei Jahren in Hamburg gegründet wurde. Das Weltladen extra extra führte das Interview mit Ibrahim Özdemir (Vorsitzender), Daniel Chorzelsk (Technischer Leiter) und Romeo Szejnmann (Leiter der Verwaltungsabteilung), drei von insgesamt zwölf Mitarbeitern der Firma.

 
 
 
 



Weltladen extra extra:
„Was genau ist Fair Choc?“


Ibrahim (…) : „Fair Choc ist eine sogenannte Schülerfirma, die vor zwei Jahren gegründet wurde. Diese Firma ist genau so aufgebaut wie eine normale Firma, d.h. es gibt

verschiedene Abteilungen, deren Leiter den Vorstand bilden. Der einzige Unterschied zu einer normalen Firma besteht darin, dass Fair Choc wie ein Schulprojekt arbeitet. Entstanden ist die Firma durch das Projekt „Junior“, ein Projekt des Instituts für Deutsche Wirtschaft, an dem man als Schulklasse mit einer Geschäftsidee teilnehmen konnte.“


W.e.e.: „Wie ist die Idee zu „Fair Choc“ entstanden?“


I.: „Die Idee ist durch Jürgen Reisner, Mitarbeiter des Weltladens und der Christianskirche in Hamburg,

entstanden. Durch ihn sind wir auf den fairen Handel aufmerksam geworden. Die Idee

von Fair Choc besteht darin, über den Fairen Handel zu informieren und fair gehan-

delte Schokolade zu vermarkten. Natürlich mussten wir uns dazu erst einmal selbst

über Fairen Handel informieren. Mittlerweile informieren wir andere über den

Fairen Handel.“


W.e.e.: „Was bedeutet der Name Fair Choc?“


Daniel (…): „Der Name weist darauf hin, dass wir hauptsächlich Kakaoprodukte

wie Schokolade, Kakaowein, Kakao usw. vermarkten. Unsere Hauptaufgabe ist

aber nicht nur, die Produkte zu verkaufen, sondern Vorträge über Fairen

Handel zu halten oder Seminare zu geben. Unsere Vorträge sind nicht umsonst,

weil wir der Meinung sind, dass Fairer Handel und

Wirtschaftlichkeit verbunden werden müssen und dass man auch mit Fairem

Handel Geld verdienen kann.“


W.e.e.: „Wo ist der Sitz eurer Firma? Verfügt ihr über Büroräume?“


Romeo: „Nein, einen richtigen Hauptsitz haben wir nicht. Im Moment treffen wir uns

immer bei einem von uns zuhause, weil Büroräume viel zu teuer wären. Dort lagern wir auch unsere Produkte, Stellwände und Plakate. Demnächst wird

unser Treffpunkt aber wieder der Weltladen sein, den wir aufgrund von

Umbauarbeiten ein halbes Jahr nicht benutzen konnten.“


W.e.e.: „Seid ihr nur in Deutschland aktiv?“


Ibrahim: „Zu Beginn des Projektes ging es darum, zuerst einmal in unserem

Stadtteil bzw. Bezirk auf den Fairen Handel aufmerksam zu machen.

Mittlerweile sind wir auch außerhalb von unserem Stadtteil bekannt, zum Beispiel sind wir hier nach Grünberg und auch nach Wuppertal eingeladen

worden. Außerdem haben wir Handelspartner in der Dominikanischen

Republik.“


W.e.e.: „Kooperiert eure Firma mit Weltläden oder anderen Organisationen?“


Daniel: „Wir arbeiten zum Beispiel mit dem Weltladen in Ottensen zusammen,

dort veranstalten wir manchmal Diskussionsrunden oder ähnliches. Außerdem

haben wir eine Partnerschaft mit dem Nord-Süd-Kontor. Des weiteren

kooperieren wir mit anderen Schülerfirmen, denen wir als „laufende

Infostände“ zur Verfügung stehen. Dies nennen wir „Kooperation von

Stadtteilkräften.“



- Das Interview führte Lara Linnemann. -

- Protokoll und Bilder: Christina Quandt -






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Die Website der gemeinsamen Jugendprojekte
der Weltladen Dachverbände in Deutschland und Österreich