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Ausbildung im Weltladen

In meiner Ausbildungszeit zur Bürokauffrau bin ich in mehreren, ganz unterschiedlichen, Betrieben tätig. Das liegt daran, dass ich eine Verbundausbildung mache!
In den drei Jahren werde ich insgesamt 5 verschiedene Betriebe kennen lernen, in denen ich das Praxiswissen erlernen werde. So kam ich also in den Weltladen / Initiative solidarische Welt e.V., indem ich insgesamt vier Monate verbringen werde.

Zu Beginn war es schon ziemlich schwierig, sich ein „Bild“ zu machen, denn ich hatte vorher nicht wirklich eine Ahnung was ein Weltladen so eigentlich macht und was ihn von anderen Läden unterscheidet. Mir waren Begriffe wie Fair Trade und GEPA zwar ein Begriff, ich wusste aber nicht viel damit anzufangen. Auch sich die vielen Namen und Gesichter zu merken war bzw. ist ziemlich schwer, denn so gut wie alle Mitarbeiter, helfen ehrenamtlich mit und sind oft, wenn überhaupt, nur wenige Stunden in der Woche im Weltladen, weil sie oft noch studieren oder wo anders arbeiten. So kann es einem also schon schwer fallen sich alle Namen der ca. Mitarbeiter zu behalten.

Meine Aufgaben im Weltladen sind nicht nur – wie man vielleicht vermuten könnte – im Büro, sondern auch im Laden!
Im Büro helfe ich bei vielen verschieden Aufgaben wie z.B. Werbebriefe schreiben, Rechnungen schreiben und Einladungen entwerfen mit. Um diese Aufgaben zu erledigen, arbeite ich am meisten mit den Programmen Word und Excel, in denen ich mich durch die Schule und durch eigenes Probieren ziemlich gut auskenne und manchmal sogar besser als die anderen Mitarbeiter. (Was ich ziemlich toll finde, denn so kann ich auch mal lehren anstatt zu lernen) 
Meine Aufgaben im Laden sind die Kunden zu beraten und sie über die Produkte und Importorganisationen zu informieren, die Kasse zu bedienen, die Regale aufzufüllen und sogar die Schaufenster zu dekorieren. Ich hätte vorher nie gedacht, dass mir das Verkaufen von Waren so viel Spaß macht und bin froh, dass ich das durch den Weltladen erfahren durfte.

Im Vergleich zu meinem anderem Betrieb, in dem ich vorher war, ist es im Weltladen etwas ganz anderes: Im Weltladen sind viele Mitarbeiter, die in meinem Alter sind und ähnliche Interessen wie ich teile. Außerdem ist das Arbeitsklima viel familiärer, da wir alle per Du sind und es hier auch keinen richtigen Geschäftsführer gibt und die Wünsche und Ideen, egal von wem sie kommen, mehr Beachtung geschenkt werden.

Ich bin ziemlich froh darüber, eine Weile meiner Ausbildungszeit im Weltladen verbringen zu dürfen und ihn durch meine Arbeit zu unterstützen. Ebenso bin ich froh, so viele nette und verschiedene Leute kennen gelernt zu haben die sich in einer Sache einig sind: Den Menschen in ärmeren Ländern zu helfen, damit sie und deren Kinder ein sorgenfreies Leben - Heute und in Zukunft - haben können. 

Isabelle Stark

 
 
 
 

FAIRJobbing.net ist die Website der gemeinsamen Jugendprojekte der Weltladen Dachverbände in Deutschland und Österreich